Der Mighty Giganotosaurus kehrt zurück (TLC)

Dossier Giganotosaurus TLC (November 2026)

Studio Wildcard verpasst den Urgesteinen von ARK: Survival Ascended eine umfassende Modernisierung. Mit dem kommenden TLC-Update (Tender Loving Care) kehrt der einstige König der Fleischfresser am 6. November 2026 mit komplett überarbeiteten Mechaniken, neuen Angriffen und einem veränderten Zähmprozess zurück.

Kadaver-Kosmetik

Im Zuge der diesjährigen Charity-Aktion Extra Life hat Studio Wildcard eine Reihe von Überarbeitungen für klassische Kreaturen angekündigt und schrittweise umgesetzt. Fünf Veteranen der ARK-Fauna standen dabei im Fokus:

  • Araneo: Das Update ist bereits live und brachte der Höhlenspinne moderne Kletterfähigkeiten sowie zielgerichtete Netzwürfe.
  • Therizinosaurus: Ebenfalls bereits implementiert; Modell, Ernteoptionen und Kampfanimationen wurden modernisiert.
  • Giganotosaurus: Der Release des Re-Designs ist offiziell für den 6. November 2026 angesetzt.
  • Quetzalcoatlus (Quetzal): Befindet sich in der Pipeline, um dem riesigen Flugsaurier wieder einen festen Platz als mobile Basis und Nutztier zu sichern.
  • Megalosaurus: Der nachtaktive Höhlenjäger steht als weiteres Ziel auf der Liste der anstehenden Überarbeitungen.

Früher der Sensenmann, zuletzt Zirkusclown

Seit seiner Einführung in ARK: Survival Evolved galt der Giganotosaurus furiosa als der ultimative Apex-Prädator, war jedoch durch sein starres Design in die Jahre gekommen:

  • Extreme Wild-Werte vs. Zähm-Nerf: In freier Wildbahn verfügt der Giga über rund 80'000 Basispunkte Leben und verursacht prozentualen Blutungsschaden. Nach dem Zähmen büsste er traditionell einen massiven Teil seiner Trefferpunkte und Schadensskalierung ein.
  • Unkontrollierte Rage-Mechanik: Erluste das Tier in kurzer Zeit zu viel Schaden, füllte sich die Wutanzeige. Bei voller Rage warf der Giga seinen Reiter ab und attackierte wahllos feindliche wie verbündete Dinos.
  • Statische Zähmung: Das Zähmen lief rein passiv und schematisch ab. Der Prädator wurde in Metalltore gelockt, mit einer Grossen Bärenfalle fixiert und aus sicherer Distanz mit hunderten Betäubungspfeilen oder Darts zu Boden geschossen («Trap & Tranq»).
  • Meta-Rückstand: Durch moderne Alternativen wie den Carcharodontosaurus verlor der Giga seinen Nutzen im PvE und PvP.

Quelle: https://ark.wiki.gg/wiki/Gigano…

Der Henker kehrt mit neuen Sadismus-Upgrades zurück

Das enthüllte Dossier zeigt grundlegende Änderungen am Kampfsystem und an der Interaktion mit dem Titanen.

Quelle: https://survivetheark.com/index…

Zähmen nur für Lebensmüde

Das klassische Betäuben aus sicherer Deckung entfällt vollständig. Die Zähmung fordert aktiven Kampf:

  • Aufmerksamkeit erzwingen: Der Giga ignoriert gewöhnliche Annäherungsversuche. Spieler müssen ihren Wert beweisen, indem sie Alpha-Kreaturen in seiner Umgebung erlegen.
  • Zermürbungskampf: Ist der Giga aufmerksam geworden, beginnt ein Überlebenskampf auf «Omega-Niveau». Der Spieler muss seinen Attacken standhalten, bis das Tier erschöpft ist.
  • Gezielte Rage provozieren: Nach der Erschöpfungsphase muss der Überlebende aktiv attackieren, um die Wut des Gigas gezielt zu entfachen.
  • Unterwerfung: Wer den rasenden Giganten lange genug überlebt und ihn in diesem Zustand zermürbt, kann ihn schliesslich dauerhaft unterwerfen.

Wer hinten steht, stirbt zuerst

Um das einfache Ausmanövrieren zu verhindern, verfügt der Giga über neue Abwehrmechaniken:

  • Foot Stomp (Bodenstampfer): Zermalmt Feinde direkt unter seinen Pranken und erzeugt einen spürbaren Rückstosseffekt (Knockback).
  • Tail Slam (Schwanzschlag): Schlägt mit voller Wucht nach hinten aus, um Angreifer am Heck und an den Flanken zur Seite zu schleudern.

Wenn der Blutrausch im Tribe ansteckend wird

Die Wut-Mechanik fungiert nicht länger als reines Schadensrisiko für den eigenen Stamm. Im wilden Zustand wird der Giga widerstandsfähiger, je mehr Schaden er einsteckt. Als gezähmtes Reittier strahlt seine Berserker-Wut auf verbündete Einheiten in der Nähe ab: Tribemitglieder und gezähmte Kreaturen erhalten einen signifikanten Kampfkraft-Buff, solange sie Sicherheitsabstand wahren und nicht direkt in seine Schneise geraten.

Noch mehr Stacheln für den offenen Sarg

Optisch wurden Texturen und Proportionen nachgeschärft: Klauen und Beine wirken massiver, während markante Schuppenkämme entlang des Nackens und Rückens das Raubtier-Profil dominanter zeichnen.

Wie der echte Metzgermeister Fleisch von Knochen schälte

Giganotosaurus carolinii («Riesige südliche Echse») lebte vor etwa 97 bis 99 Millionen Jahren während der späten Kreidezeit (Cenomanium) auf dem südamerikanischen Kontinent. Die ersten fossilen Knochen wurden 1993 vom Fossiliensammler Rubén Carolini in der Candeleros-Formation in Patagonien (Argentinien) entdeckt und 1995 von den Paläontologen Rodolfo Coria und Leonardo Salgado beschrieben. Das Tier gehört zur Familie der Carcharodontosauridae, einer Gruppe spezialisierter Allosauroiden.

Mit einer geschätzten Körperlänge von 12 bis 13 Metern und einem Gewicht von 7 bis 8.5 Tonnen war der reale Giganotosaurus einer der grössten landlebenden Theropoden der Erdgeschichte – in der Länge vergleichbar mit ausgewachsenen Exemplaren von Tyrannosaurus rex. Sein Schädel erreichte über 1.5 Meter Länge. Im Gegensatz zu den wuchtigen, knochenknackenden Zähnen des T. rex besass Giganotosaurus bis zu 20 Zentimeter lange, seitlich schmale und scharf gezackte Klingen. Diese Kiefer waren anatomisch darauf ausgelegt, tiefes Muskelgewebe aufzureissen und schwere Blutverluste bei der Beute zu verursachen.

In seinem kreidezeitlichen Ökosystem fungierte Giganotosaurus als uneingeschränkter Spitzenräuber. Er teilte sich den Lebensraum mit gigantischen Sauropoden wie Andesaurus und Vertretern der Titanosaurier. Paläontologen vermuten, dass die Tiere entweder geschwächte Sauropoden attackierten oder in lockeren Verbänden jagten, um Beutetiere durch wiederholte Angriffswellen und Schnittwunden zu Fall zu bringen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/G…