Segel setzen - Tides Of Fortune

KI generiertes Bild aus Mischung von Atlas und ARK (Shastasaurus)

Genesis Part 1 transformiert die ASA-Architektur grundlegend. Im Zentrum steht der kostenpflichtige DLC «Tides of Fortune», Teil des «Bob’s Tall Tales»-Pakets. Studio Wildcard visiert einen Release im Sommer 2026 an. Da Lead Product Manager Dollie jedoch in Australien residiert, ist der Begriff «Sommer» mit Vorsicht zu geniessen – im schlimmsten Fall ist der 1. Dezember gemeint. Bevor die Segel gelichtet werden, liefert das Unreal Engine 5.7 Update im April oder Mai 2026 das zwingend erforderliche technische Gerüst. Die Community und die Modding-Elite zittert bereits.

Ein zusammenhängender Ozean statt isolierter Biome

Die grösste Änderung an der Karte Genesis 1 betrifft die grundlegende Architektur. Während die ursprüngliche Version aus isolierten Biomen bestand, zwischen denen die Spieler teleportieren mussten, wird die Neuauflage eine kontinuierliche, kartenweite Wasserwelt bieten. Dieser globale Ozean fungiert als Bindeglied zwischen den verschiedenen Zonen. Damit entfällt die fragmentierte Struktur der Vergangenheit, was den Weg für echte maritime Erkundung ebnet. Um die Fortbewegung in den Sumpfgebieten zu erleichtern, wird zudem der Paleoctopus eingeführt, eine Kreatur, die aus einem Community-Vote mit über 23'000 Stimmen hervorging.

Die Atlas-DNA

Studio Wildcard macht keinen Hehl daraus, dass «Tides of Fortune» stark von den technischen Entwicklungen ihres Piraten-Epos Atlas profitiert. Die Co-Gründer Jeremy Stieglitz und Jesse Rapczak bestätigten, dass die Expertise im Bereich Netzwerk-simulierter Ozeanphysik und der Bauweise von Schiffen direkt aus dem Atlas-Projekt übernommen wurde. Während Atlas jedoch an extrem mühsamen Spielmechaniken und drakonischen Strafen bei Verlust scheiterte, soll das System in ARK deutlich zugänglicher gestaltet werden. Das Ziel ist es, die befriedigende Physik und das Gefühl eines echten Schiffes beizubehalten, ohne den Spieler durch exzessives Grind-Potenzial abzuschrecken. Der Bau und die Instandhaltung der Schiffe werden effizienter gestaltet, sodass ein versenktes Schiff nicht mehr den Verlust von Dutzenden Arbeitsstunden bedeutet.

Wasserphysik durch Unreal Engine 5.7

Das bevorstehende Engine-Update ist weit mehr als eine reine Optimierung. Es ermöglicht erst die realistische Darstellung von Wellengang, Schaumbildung und Lichtbrechung auf der Wasseroberfläche. In Kombination mit den neuen Schiffen entsteht eine physische Interaktion, die ARK bisher fehlte. Die Schiffe in «Tides of Fortune» sind keine statischen Plattformen, sondern modular anpassbare Fahrzeuge. Spieler können Aufsätze wie Kanonen platzieren, reguläre Strukturen auf den Decks errichten und natürlich ihre Dinosaurier mit an Bord nehmen. Durch die verbesserte Netzwerk-Physik sollen diese grossen Strukturen auch bei Seegang stabil bleiben, was sowohl für das Basisspiel als auch für die Modding-Community neue technische Möglichkeiten eröffnet.

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